Generationsübergreifende Vermögensstrukturierung

Über Familienstiftungen kursieren zwei Irrtümer: Sie seien nur etwas für sehr große Vermögen, und sie sparten pauschal Steuern. Beides trifft so nicht zu.

Was eine Familienstiftung ist

Eine Familienstiftung ist eine eigenständige juristische Person, der Vermögen dauerhaft übertragen wird. Sie hat keine Eigentümer, sondern Begünstigte, die aus den Erträgen versorgt werden. Das Vermögen ist damit dem Zugriff Einzelner entzogen, auch dem der Familie.

Was sie leistet

Was sie nicht leistet

Steuerfrei ist eine Stiftung nicht. Bei der Übertragung fällt Schenkungsteuer an, und alle 30 Jahre greift die Erbersatzsteuer, die eine Erbfolge nachbildet. Wer eine Stiftung ausschließlich als Steuersparmodell betrachtet, rechnet sich die Sache schön.

Ebenso wenig ist sie flexibel. Was einmal eingebracht ist, kommt nicht ohne Weiteres zurück. Diese Endgültigkeit ist ihr Vorteil und zugleich ihr größter Nachteil.

Ab wann sie sich trägt

Laufende Kosten für Verwaltung, Buchführung und Aufsicht rechtfertigen sich in der Regel erst ab einem Stiftungsvermögen von etwa 100.000 Euro. Bei kleineren Vermögen sind andere Wege meist sinnvoller.

Wie man herangeht

Zuerst die Frage, was geschützt werden soll und für wen. Erst danach die Struktur. Wer mit der Rechtsform beginnt statt mit dem Ziel, baut häufig am Bedarf vorbei.