Ein Geschäftsplan wird meist geschrieben, weil eine Bank ihn verlangt. Das erklärt, warum so viele davon nach Pflichtübung aussehen und so wenige den Kredit bekommen.
Was Banken tatsächlich lesen
Kein Kreditsachbearbeiter liest vierzig Seiten Marktanalyse. Gelesen werden drei Dinge: die Zahlen, die Annahmen hinter den Zahlen, und ob beides zusammenpasst.
Ein Plan, der 40 Prozent Wachstum unterstellt, ohne zu erklären, woher die zusätzlichen Kunden kommen sollen, fällt in der ersten Prüfung durch. Ein Plan, der 12 Prozent unterstellt und belegt, warum genau diese 12 Prozent erreichbar sind, überzeugt.
Die drei Teile, auf die es ankommt
- Die Herkunft der Umsätze. Nicht „der Markt wächst“, sondern welche Kunden, über welchen Kanal, zu welchem Preis.
- Der Kapitalbedarf über die Zeit. Wann wird wie viel Geld gebraucht, und was passiert, wenn Zahlungseingänge sich um zwei Monate verschieben.
- Der Plan B. Was wird gekürzt, wenn der Umsatz 20 Prozent unter Plan bleibt. Wer das beantworten kann, wirkt vorbereitet statt optimistisch.
Der Plan endet nicht mit der Zusage
Der häufigste Fehler kommt nach der Finanzierung: Der Plan verschwindet in der Schublade. Dabei ist er als Steuerungsinstrument wertvoller denn als Antragsunterlage. Wer quartalsweise Plan und Ist vergleicht, erkennt Abweichungen, solange sie noch korrigierbar sind.
Wie wir arbeiten
Wir erstellen den Plan gemeinsam mit dir, nicht für dich. Du bekommst ein Dokument, das du selbst weiterpflegen kannst, samt Umsetzungsplan für die Maßnahmen. Wie oft er überarbeitet gehört, hängt vom Geschäft ab, mindestens aber einmal im Jahr.